Di

10

Mai

2022

Deutsche Meisterschaft im Kanu-Freestyle 2022

Am vergangen Wochenende fand in Neheim die deutsche Meisterschaft im Kanufreestyle statt. Der SKC Neheim-Hüsten begrüßte die deutschen Freestyle-Paddler bei nahezu perfekten Wetterbedingungen an der Ruhr. Insgesamt waren rund 50 Sportler in den verschiedenen Boots- und Altersklassen vertreten. 

 

Schon beim Training in den Tagen vor dem Wettkampf zeigte sich, dass die kleine Walze am Vereinsheim des SKC den Sportlern einiges abverlangen wird. Teilweise mussten sich die Athleten auf wechselhafte Wasserpegel einstellen und ihren Lauf an die schwankenden Bedingungen anpassen. In der Bootsklasse K1 Damen ist dies Merle Hauser vom KSR SW (Junioren Europameisterin 2021) am besten gelungen. In einen spannenden Finale konnte Merle die starken Leistungen aus den Vorläufen bestätigen. Im Finale der Herren zeigte Jonas Becher (KG Neckerau), was in der kleinen Walze alles möglich ist. Nach Platz 9 im Vorjahr war er selber vom Erfolg überrascht.

Merle Hauser sammelt Punkte für den Sieg (Foto R. Hauser)
Merle Hauser sammelt Punkte für den Sieg (Foto R. Hauser)

Bei den Junioren im K1 konnte sich der Nationalfahrer Paul Ernst (KG Neckerau) knapp gegen die Lokalmatadoren vom SKC Neheim durchsetzen und diese erfolgreich auf die hinteren Plätze verweisen. Mads Barchich (Kanu-Club Wiedenbrück-Rheda, kurz KCWD) sicherte sich mit deiner persönlichen Bestleistung den Meistertitel bei der Jugend. Die neue Meisterin bei den Juniorinnen wurde Ida Wellensiek (KC Mühlacker). In der Bootsklasse K1 Jugend siegte die Kölnerin Esta Fallmann (KCZ Köln).

 

Im Rahmen der deutschen Meisterschaft 2022 wurde die Bootsklasse C1 Damen erstmals ausgefahren. Mit soliden Läufen siegte Anica Schacher (Ulmer Paddler). Bei den Herren im Kanadier stand Philip Josef (KC Limburg) sowohl im C1, als auch im OC1 auf Platz 1.

Jonas Becher setzt zum nächsten Trick an (Foto: R. Hauser)
Jonas Becher setzt zum nächsten Trick an (Foto: R. Hauser)

In der Meisterschaft der Masters siegten Susanne Pausch (NF Lörrach) und Thomas Dimke (FFF Freiburg). Beide zeigten in ihren Finalläufen noch einmal Bestleistungen und lassen auf eine sehr erfolgreiche Teilnahme bei den Weltmeisterschaften hoffen. Den Titel der besten Mannschaft ging an die Vorjahressieger vom KSC Villingen.

 

Die Deutsche Meisterschaft im Squirtboot wurde beim Kanu-Club Wickede ausgetragen. Für die spektakulären Tauchgänge in den flachen Booten, waren hier gute Bedingungen und der deutsche Serienmeister Mike Lochny (TuRa Bremen) konnte sich auch in diesem Jahr von der Konkurrenz absetzen. Das Ergebnis viel jedoch deutlich knapper als in den vergangen Jahren aus. 

 

Parallel zur Meisterschaft fielen die ersten Entscheidungen im Schüler Cup. Bei den Nachwuchstalenten durften Marie Dimke (FFF Freiburg) und Silas Forthaus (KCWD) die oberste Stufe auf dem Siegertreppchen einnehmen.

 

Alle weiteren Ergebnisse unter: https://www.kanu-freestyle.info/ergebnisse-archiv/ergebnisse-2022/

 

Ein großes Dankeschön geht an das gesamte Team der Organisatoren rund um Banjamin Bode. 

 

Text: Reimar Staufenberg

Bilder: Rüdiger Hauser

Fr

15

Apr

2022

Online Games 2022

Als Ausgleich zum eintönigen Wintertraining fand im Februar und März die zweite Auflage der Online Games statt. Mehr als 30 angemeldete Sportler hatten rund 6 Wochen Zeit einen Wettkampflauf auf dem Flachwasser zu Filmen. Die entstandenen Filmsequenzen wurden im Anschluss von mehreren Schiedsrichtern bewertetet. Auch der Nachwuchs im Kanu-Freestyle konnte mit einer erweiterten Punkteskala sein Bestes geben. 

 

Die Jury bewertet Mads Barwich beim EntryMove (Foto: Reimar Staufenberg)
Die Jury bewertet Mads Barwich beim EntryMove (Foto: Reimar Staufenberg)

Besonders bei den K1 Herren und Damen waren die vorderen Plätze hart umkämpft. Letztendlich  konnten sich aber die Vorjahressieger Joel Luckhardt (Freiburg) und Anica Schacher (Ulm) gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Bei den Junioren konnten sich der Österreicher Jonas Herman (Graz) den ersten Platz sichern. Die Nationalfahrerin Naya Daruwala (Köln) schaffte es bei den Juniorinnen auf den obersten Podestplatz. In der Bootsklasse der Schülerinnen und Schülern konnten sich Franziska Weinmüller und Simon Hischvogel (beide Kaufbeuren) ihre ersten Wettkampferfahrungen sammeln und jeweils den Sieg erringen.

 

Erstmal war in diesem Jahr auch die Bootsklasse C1 vertreten, hier konnte Sebastian Nelle (Limburg) mit knapp 600 Punkten die Konkurrenz auf Abstand halten. Ähnlich eindeutig war das Ergebnis auch bei den Squirtbootern. Hier konnte Mike Lochny (Bremen) einen deutlichen Vorsprung einfahren und die Schiedsrichtern mit vielen Bonuspunkten beeindrucken. Ein Dank geht an den Ausrichter Ulmer Paddler.

 

Ergebnisliste unter www.kanu-freestyle.info/ergebnisse-archiv/ergebnisse-2022/

 

Text: Reimar Staufenberg

Sa

02

Apr

2022

Weltmeisterschaft 2025 in Deutschland

Seit Samstag Nachmittag steht fest: Die Weltmeisterschaft im Kanu-Freestyle kommt zurück nach Deutschland. Nachdem in Plattling bereits im Jahr 2011 eine erfolgreiche Weltmeisterschaft und 2016  eine Europameisterschaft abgehalten wurde, kommt es im Sommer 2025 zu einer Neuauflage.

 

Letztendlich konnte sich der Standort an der Isar gegen die Mitbewerber aus Frankreich durchsetzen. Das Bewerbungsverfahren ist abgeschlossen und die Vergabe wurde soeben durch die ICF (international canoe federation) bestätigt.

 

„Wir freuen uns, dass wir die gesamte Freestyle-Szene wieder bei uns in Plattling begrüßen dürfen“, schwärmen Hauptorganisatoren Thomas Hinkel und Anne Sommerauer.

Weltmeisterschaft zurück auf der Isar (Foto: privat)
Weltmeisterschaft zurück auf der Isar (Foto: privat)

Die weltbekannte Walze im beschaulichen Plattling wird das ganze Jahr von vielen Paddlern als Trainingsstätte aufgesucht. Abseits der Welle locken die zahlreichen Cafes zum Verweilen auf dem malerischen Markplatz der Nibelungenstadt an der Isar. Das gastfreundliche Plattling heißt Athleten aus aller Welt herzlich willkommen.

 

Text: Reimar Staufenberg

Foto: privat

So

20

Mär

2022

WM-Qualifikation Nottingham

Es ist vollbracht, der Qualifikationswettbewerb ist beendet und unser Team für die Weltmeisterschaft steht fest. Nachdem die Squirt-Boot Fahrer ihre Teamauswahl bereits im Februar abgeschlossen haben, sind jetzt auch die Sportler/innen für die Bootsklassen K1, C1 und OC1 ermittelt. 

 

Bereits um 10:00 Uhr gingen in Plattling die ersten Sportler in die Vorläufe. Dort zeigten die Junioren, was in der Isar-Welle so alles möglich ist. Für die 3 Teamplätze gab es insgesamt 8 Anwärter. Schlussendlich konnte sich Vize-Europameister Tim Rees gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Auch in der Klasse der K1-Juniorinnen kam es zu einem spannenden Schlagaustausch. Auch hier gab es 3 Teamplätze zu vergeben, die jetzt von der Siegerin Ida Wellensiek angeführt werden.

Erster Wettkampf in der Klasse C1 Damen
Erster Wettkampf in der Klasse C1 Damen

In der Mittagssonne standen, bei bestem Frühjahrswetter, zunächst die Entscheidungen in der Klasse K1 Masters Damen und Herren an. In Nottingham findet in diesem Jahr erstmals eine offizielle Masters-WM statt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Leistung unseres Nationaltrainers Helmut Wolff, welcher in der Bootsklasse K1Masters Ü60 die internationalen Podestplätze anvisieren darf. 

 

Obwohl es für die 5 Teamplätze der K1 Damen exakt 5 Starterinnen gab, wurde ein fairer aber  harter Kampf um die Reihenfolge ausgefahren. Hier konnte sich Anne Sommerauer gegen das starke Athletenfeld durchsetzen. Anschließend waren die K1 Herren an der Reihe und schraubten die Punkte noch einmal deutlich nach oben. Trotz eines äußerst niedrigen Wasserpegels hatten die Schiedsrichter alle Hände voll zu tun. Das Team wird vom verdienten Sieger Leon Stoermer angeführt. 

Leon Stoermer, Sieger bei den K1 Herren
Leon Stoermer, Sieger bei den K1 Herren

Erstmals wurden am Wochenende drei Vertreter für die Bootsklasse C1 Damen ermittelt. Obwohl diese Bootsklasse in diesem Jahr ihr internationales Debüt feiert, sind wir mit drei starken und international erprobten Starterinnen vertreten. Als Siegerin der Qualifikation hat Anica Schacher sicherlich das Podest in Nottingham schon vor Augen.In den Bootsklassen C1 und OC1 freuen wir uns besonders über den jeweiligen Sieger Philip Josef. Nach einer Bronzemedaille bei der vergangenen Weltmeisterschaft im Open Canoe (OC) darf schon mal geträumt werden. Allen Athleten/innen wünschen wir ganz viel Erfolg bei den Weltmeisterschaften in Nottingham! 

 

Ein besonderer Dank geht an alle Helfer und unseren Hauptorganisator vor Ort: Thomas Hinkel.

 

Teamübersicht:

Bootsklasse K1JW:

1 Ida Wellensiek - KC Mühlacker 

2 Mayra Kreitmeier - Ulmer Paddler  

3 Naya Daruwala - KC Zugvogel Köln 

 

Bootsklasse K1W:

1: Anne Sommerauer - KC Bietigheim 

2: Anica Schacher - Ulmer Paddler 

3: Merle Hauser - KSR Südwest

4: Lucia Hacker - NF Westend Augsburg 

5: Nele Barwich - KC Wiedenbrück-Rheda

 

Bootsklasse C1W: 

1: Anica Schacher - Ulmer Paddler 

2: Anne Sommerauer - KC Bietigheim 

3: Lucia Hacker - NF Westend Augsburg 

 

Bootsklasse K1JM:

1: Tim Rees - Ulmer Paddler 

2: Paul Ernst - KC Neckerau 

3: Melchior Schwall - DJK WSG Sasbach-Freistett 

 

Bootsklasse K1M:

1: Leon Stoermer - KSC Villingen 

2: Leon Bast - KV Südliche Weinstraße 

3: Fabian Tausch - KSC Villingen

4: Fabian Lenz - KC Limburg 

5: noch zu besetzen

 

Bootsklasse C1M: 

1: Philip Josef - KC Limburg

2: Jonas Unterberg - TSV Plattling 

3: Leon Schacher - Ulmer Paddler 

 

Bootsklasse OC1 (unisex): 

1: Philip Josef - KC Limburg 

2: Reimar Staufenberg - Ulmer Paddler  

 

Bootsklasse SQM:

1: Mike Lochny - TuRa Bremen  

2: Finn Krössig - TuRa Bremen 

3: Mirco Huntemann - WSV Wartum Bremen

 

Bootklasse Masters K1M:

1: Helmut Wolff - KSC Villingen 

2: Thomas Dimke - FF Freiburg 

3: Frederik Haak - KV Südliche Weinstraße

 

Bootklasse Masters K1W:

1: Susanne Pausch - NF Lörrach 

2: Andrea Hacker - NF Westend Augsburg 

Unser Team für die Weltmeisterschaft in Nottingham 2022
Unser Team für die Weltmeisterschaft in Nottingham 2022

 Text und Fotos: Reimar Staufenberg

Do

17

Mär

2022

Was machen die Freestyle-Paddler eigentlich im Winter? (Part 2)

Merle Hauser in Action (Foto: Nancy Geary Photography)
Merle Hauser in Action (Foto: Nancy Geary Photography)

Am ersten Wochenende im März eröffneten Merle Hauser, Lucia Hacker und Johannes Baaden die international Wettkampf Session in Irland beim Galway Fest. Zum 10 jährigen Jubiläum trafen sich knapp 250 Sportler*innen aus 8 Ländern, um sich an drei Tagen in fünf unterschiedlichen Wettkämpfen zu messen. Den Auftakt machte das Double Drop Race am Donnerstag Abend. Hier musste nach dem Start von einer Brücke insgesamt zwei Wehrstufen überwunden werden. Lucia Hacker belegte dabei im Finale der Damen den 6. Platz.

Johannes Baaden kämpft um jeden Punkt in der Freestyle-Wertung (Foto: Nancy Geary Photography)
Johannes Baaden kämpft um jeden Punkt in der Freestyle-Wertung (Foto: Nancy Geary Photography)

Am Freitag starteten die drei deutschen Teilnehmer beim Kokatat I-Canoe Freestyle Wettkampf. In einem spannende Wettkampf wurden die Sportler*innen nicht nur nach ICF-Regelwerk bewertet, die Judges vergaben auch Style Punkte. Außerdem wurden wegen dem ungünstigen Wasserstand einige weitere Moves in das Scoreboard aufgenommen.

 

Mit einem souveränen Lauf belegte Merle Hauser den 9. Platz und verpasste damit den Einzug ins Finale nur um 15 Punkte. Lucia Hacker landete nur knapp hinter ihr auf dem 10. Platz. Johannes Baaden belegte in seinem starken Starterfeld von über 50 Herren den 33. Platz beim Freestyle. In einem spektakulären Nachtfinale fuhren dann die besten Freestyler die Podestplatzierungen aus und schlossen so den ersten Wettkampf Tag. 

 

Am nächsten Morgen folgte dann das Pyranha Kayaks Whitewater Race. Johannes Baaden konnte sich den 54. Platz sichern. Merle Hauser landete in ihrem ersten Wildwasser Rennen auf dem 17. Platz. Lucia Hacker sicherte sich mit einer spitzen Zeit von 7:26 Minuten einen weiteren 10. Platz. Im Predator Team Race gingen Lucia Hacker, Merle Hauser, Anais O’Donovan und Kirsten Hand Howard als starkes internationales Team an den Start.

 

Lucia Hacker hat das Ziel schon im Visier (Foto: Nancy Geary Photography)
Lucia Hacker hat das Ziel schon im Visier (Foto: Nancy Geary Photography)

Der Sonntag startet mit dem Palm Mass Slalom in dem sich Lucia Hacker unter den Top 10 platzierte. Im darauf folgenden NRS Boater X konnte sich Lucia Hacker leider nicht durchsetzen und verpasste mit einem dritten Platz im Vorlauf knapp das Finale. Auch Johannes Baaden schied mit einem vierten Platz bereits in den Vorläufen aus.

 

Merle Hauser musste leider am Sonntag aus gesundheitlich Gründen aussetzen, trotzdem belegte sie in der Gesamtwertung 16. Platz. Lucia Hacker platzierte sich punktgleich mit ihrer Team Kameradin Anais O’Donovan auf dem 8. Platz von 24 Startern in der Expert-Klasse. Johannes Baaden erreicht in der Gesamtwertung der 87 Herren einen starken 34. Platz.

 

Text: Lucia Hacker

Fotos: Nancy Geary Photography

Di

01

Mär

2022

Was machen die Freestyle-Paddler eigentlich im Winter? (Part 1)

Leon Schacher (Ulmer Paddler) kämpft um das Podium bei den Junioren (Foto: Lucia Hacker)
Leon Schacher (Ulmer Paddler) kämpft um das Podium bei den Junioren (Foto: Lucia Hacker)

Nach einer langen Pause im Dschungel der Corona-Regeln konnte in diesem Jahr die Flachwasser BW-Meisterschaft im Kanufreestyle endlich wieder ausgetragen werden. Am Wochenende (11. bis 12. Februar) trafen sich im Hallenbad der Stadt Untertürkheim mehr als 50 Sportler aus ganz Deutschland. Dank 2G-Regelung und tagesaktuellen Coronatests durfte der Organisator Klaus Biebl (SG Untertürkheim) 13 verschiedene Vereine begrüßen.

 

Bereits am Freitag Abend konnten die Sportler noch einmal gemeinsam Trainieren und das ganze Schwimmbecken nutzen, um den Tricks den letzten Schliff zu verpassen. Oder einfach am Beckenrand den neuesten Klatsch und Tratsch zum Thema Freestyle austauschen. 

 

Am Samstag Vormittag wurde es dann etwas ernster als die jüngeren Teilnehmer im Team-Wettkampf an den Start gingen. Hier stand vor allem der Spaß und die Geschicklichkeit der jungen Sportler im Vordergrund. Im Anschluss traten dann die älteren Athleten in verschiedenen Altersklassen gegeneinander an. Bereits nach wenigen Minuten war den Zuschauern und den Schiedsrichtern klar: es wird in allen Klassen sehr eng werden. Abschließend fand noch ein Loop-Conetst statt. Hier konnten sich Anica Schacher bei den Damen und Leon Stoermer bei den Herren mit besonders hohen und spektakulären Saltos von der Konkurrenz absetzen.

 

Text: Reimar Staufenberg 

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