Sa

14

Aug

2021

Die zweite Freestyle DM in Zeiten von Corona

Merle Hauser zeigte Nervenstärke und wird wurde souverän Deutscher Junioren-Meisterin 2021, Foto: Rüdiger Hauser
Merle Hauser zeigte Nervenstärke und wird wurde souverän Deutscher Junioren-Meisterin 2021, Foto: Rüdiger Hauser

Mehr als ein Jahr Wettkampf-Abstinenz aufgrund der Pandemie-Situation – da brannten die Freestyle Athleten darauf, sich endlich wieder im Rahmen einer deutschen Meisterschaft messen zu können. Durch die günstige Entwicklung der Infektionszahlen im Sommer konnte die Organisation der deutschen Meisterschaft auf der Plattlinger Welle starten. Mit großem Elan wurden vom TSV Plattling um Thomas Hinkel behördliche Genehmigungen eingeholt, Hygienekonzepte erstellt, Müllabfuhr und Sanitärversorgung organisiert und vieles mehr. Der heftige Starkregen, der in der Woche vor dem Wettkampf nicht nur den Westen, sondern auch den Süden Deutschlands heimsuchte, ließ auch den Pegel der Isar heftig ansteigen. Wie bei der Europameisterschaft 2016 trat die Isar über die Ufer und die Wiesen neben dem Fluss mussten zügig evakuiert werden. Doch pünktlich zum Wettkampfbeginn zeigten sich Pegel und Wetter von ihrer besten Seite und gewährten ideale Bedingungen für zwei Tage Freestyle-Spaß mit über 50 Teilnehmern. Die Deutsche Meisterschaft und Qualifikation für die Europameisterschaft in Paris konnte damit beginnen.

 

Während sich auf dem Wasser die Abstandsregeln relativ leicht einhalten lassen, waren für die Judges und ihre Schreiber für den ganzen Tag Gesichtsmasken Pflicht.

 

Nach dem obligatorischen Riders-Meeting mit zusätzlichen Hygiene-Regelungen, begannen die Wettkämpfe zunächst mit den Läufen für die Schüler und Jugend.

 

Deutsche Meisterin in der Jugend: Ida Wellensiek vom KC Mühlacker schafte damit auch den Sprung in die Junioren Nationalmannschaft und ist damit bei der Europameisterschaft im Oktober im Paris dabei!, Foto: Rüdiger Hauser
Deutsche Meisterin in der Jugend: Ida Wellensiek vom KC Mühlacker schafte damit auch den Sprung in die Junioren Nationalmannschaft und ist damit bei der Europameisterschaft im Oktober im Paris dabei!, Foto: Rüdiger Hauser

Bei der weiblichen Jugend in der Altersklasse U16 zeigte Ida Wellensieck (KC Mühlacker) schon in den Vorläufen ihre Klasse mit hervorragenden 271 Punkten.  So zog sie souverän in das Finale der weiblichen Jugend ein und damit auch in den Wettbewerb um die begehrten Quotenplätze für die Europameisterschaft. Auch hier zeigte sie Nervenstärke und sicherte sich den Teamplatz mit dem zweitbesten Ergebnis aller Mädels. Das bedeute gleichzeitig für sie die deutsche Meisterschaft in der Altersklasse U16. Platz zwei belegte Esta Fullman (KCZ Köln)

 

Bei den Juniorinnen (U18) dominierte schon in den Vorläufen klar Merle Hauser (KSR Südwest). Diese Stärke zeigte sie auch im Finale mit einem Ergebnis von 403 Punkten – das Ergebnis hätte auch bei den Damen für den ersten Platz gereicht. Auf Platz zwei dann Nele Barwich (KC Wiedenbrück-Rheda) knapp vor Naya Daruwala (KCZ Köln).

Mike Lochny (TuRa Bremen) in seinem Element und unschlagbar im Squirtboot! Foto: Rüdiger Hauser
Mike Lochny (TuRa Bremen) in seinem Element und unschlagbar im Squirtboot! Foto: Rüdiger Hauser

Spannende Wettkämpfe gab es auch bei den Squirtern, der Urform des Freestyles. Hier zeigten die „Nordlichter“ aus Bremen und Osnabrück, dass Ihr Training auch ohne Wildwasser und dicken Walzen Früchte trägt. Mike Lochny (TuRa Bremen), der bei der Weltmeisterschaft 2019 Platz 5 erreicht hate, zeigte auch in der Plattlinger Kehrwasserverschneidung hochkarätige Performance. Nach einer außergewöhnlichen Trick-Vielfalt schloss er seine Präsentation mit einer „Downtime“ (Paddler und Boot komplett unter Wasser) von 15 Sekunden ab. Damit war er unerreichbar an der Spitze und holte erneut den deutschen Meistertitel vor Mirco Huntemann (WSV Wartum Berlin) Platz 3 erreichte Andreas Leitmann (WSV Osnabrück).

Jonas Unterberg (TSV Plattling) holte sich den Deutschen Meistertitel zurück. Foto: Wellensiek
Jonas Unterberg (TSV Plattling) holte sich den Deutschen Meistertitel zurück. Foto: Wellensiek

In der Klasse der Canadier C1 dominierte klar der Lokalmatador Jonas Unterberg (TSV Plattling) bereits in den Vorläufen und holte sich souverän den deutschen Meistertitel. Philip Josef (KC Limburg), der im letzten Jahr verletzungsbeding pausieren musste, schob sich von Platz 4 in den Vorläufen auf den Silberplatz im Finale nach vorne vor Paul Wernerus (UP Ulm) auf Platz 3. Damit waren auch hier die 3 Teamplätze für die Europameisterschaft vergeben.

Der WM-Dritte von 2019 sicherte sich souverän der Deutschen Meistertitel im OC: Philip Josef vom KC Limburg, Foto: Rüdiger Hauser
Der WM-Dritte von 2019 sicherte sich souverän der Deutschen Meistertitel im OC: Philip Josef vom KC Limburg, Foto: Rüdiger Hauser

In der offenen Canadier Klasse OC1 zeigte Philip Josef (KC Limburg) erneut seine Stärke, die ihn bereits 2019 auf den 3. Platz bei der WM gebracht hatte. Mit deutlichem Punktevorsprung verwies er Jonas Unterberg (TV Plattling) auf Platz 2. Reimar Staufenberg (UP Ulm) erreichte den Bronze-Rang.

 

 

Siegerehrung der Deutschen Mannschaftsmeister 2021: KSC Villingen (Glasman - Tausch - Stoermer) vor UP Ulm (Staufenberg - Rees - Schacher) vor KV SÜW (Bast - Haak -Kolbinger), Foto: Rüdiger Hauser
Siegerehrung der Deutschen Mannschaftsmeister 2021: KSC Villingen (Glasman - Tausch - Stoermer) vor UP Ulm (Staufenberg - Rees - Schacher) vor KV SÜW (Bast - Haak -Kolbinger), Foto: Rüdiger Hauser

Auf der Plattlinger Walze wurde auch wieder ein Mannschaftswettbewerb ausgefahren, bei dem es darauf ankommt, als Dreier-Team abgestimmt aufeinander innerhalb von 2 Minuten die Tricks der Jury zu präsentieren. Dabei darf keiner der Teilnehmer ohne Punktwertung bleiben. Jeder Trick wird innerhalb des Teams auch nur einmal gewertet. Es nützt also nichts, wenn der beste im Team alles zeigt, was er kann und für die andern nichts mehr übrigbleibt. Hier siegte das Team vom KSC Villingen mit Roman Glasmann, Leon Störmer und Fabian Tausch mit 1507 Punkten vor den Ulmer Paddlern mit Anica Schacher, Tim Rees und Raimar Staufenberg mit 1330 Punkten. Das Team des KV Südwest mit Leon, Bast Frederik Haak und Ina Kolbinger erreichte Platz 3 mit 1185 Punkten.

Deutscher Schüler-Meister 2021: Maximilian Nickmann vom KV Esslingen, Foto: Rüdiger Hauser
Deutscher Schüler-Meister 2021: Maximilian Nickmann vom KV Esslingen, Foto: Rüdiger Hauser

Tag zwei der Wettkämpfe begann zunächst mit den Läufen für die männliche Jugend.

 

In der Klasse der Schüler (U14) zeigte Maximilian Nickmann (KV Esslingen) schon in den Vorläufen seine Ambitionen auf den Meistertitel. Die guten Leistungen konnte er auch in den weiteren Läufen zeigen und sicherte sich Platz 1 vor Mads Barwich (KC Wiedenbrück-Rheda) und Linus Häfner (UP Ulm).

Tim Rees (UP Ulm) wird Deutscher Meister in der Jugend und sichert sich einen der begehrten Startplätze für die Junioren-Europameisterschaft in Paris im Oktober, Foto: Rüdiger Hauser
Tim Rees (UP Ulm) wird Deutscher Meister in der Jugend und sichert sich einen der begehrten Startplätze für die Junioren-Europameisterschaft in Paris im Oktober, Foto: Rüdiger Hauser

Bei der Jugend U16 setzte sich in den Vorläufen Tim Rees (UP Ulm) mit deutlichem Vorsprung aufgrund seiner Trick-Vielfalt an die Spitze aller Jugend-Klassen. Selbst im Halbfinale konnte ihm kein anderer Jugendlicher das Wasser reichen. Im Finale erreichte er souverän einen Score von 660 Punkten. Damit nicht nur einen sicheren Teamplatz für die Europameisterschaft, sondern auch den deutschen Meistertitel U16. Auf Platz zwei Paul Ernst (KG Neckerau) vor Valentin Kruschitz (KG Neckerau).

Leon Stoermer (KSC Villingen) wird zweifacher Deutscher Meister bei den Junioren sowie mit der Mannschaft, Foto: Rüdiger Hauser
Leon Stoermer (KSC Villingen) wird zweifacher Deutscher Meister bei den Junioren sowie mit der Mannschaft, Foto: Rüdiger Hauser

In der Klasse Junioren U18 konnte Leon Stoermer (KSC Villingen) seine internationalen Erfahrungen ausspielen und sich den Sieg vor Paul Wernerus (UP Ulm) und Christoph Meckel (KG Neckerau) holen. Damit holte sich Leon Störmer nach 2019 und 2020 erneut den Titel in seiner Altersklasse und erneut einen Platz im deutschen Nationalteam.

 

 

Zum zehnten Mal Deutsche Meisterin: Anne Sommerauer vom KC Bietigheim, Foto: Rüdiger Hauser
Zum zehnten Mal Deutsche Meisterin: Anne Sommerauer vom KC Bietigheim, Foto: Rüdiger Hauser

Bei den Damen zeigte die amtierende Europameisterin und mehrfache Deutsche Meisterin Anne Sommerauer (KC Bietigheim) erneut ihre Stärke. Mit deutlichem Vorsprung vor der zweitplatzierten Emma Schuck (PG Kaiserslautern) sicherte sie sich den deutschen Meistertitel. Platz drei erreichte Anica Schacher (UP Ulm)

 

 

Roman Glasman im Luftraum über der Plattlinger Welle wird Deutscher Meister 2021, Foto: Rüdiger Hauser
Roman Glasman im Luftraum über der Plattlinger Welle wird Deutscher Meister 2021, Foto: Rüdiger Hauser

Bei den Herren zeigten Vorläufe, Halbfinale und Finale jeweils unterschiedliche Platzierungen. Bereits in den Vorläufen zeigte Roman Glasmann (KSC Villingen) seine Stärken mit den meisten Punkten, fiel allerdings im Halbfinale auf den 3. Platz zurück. Im Finale drehte er allerdings nochmal richtig auf und erreichte mit 1060 Punkten souverän Platz 1 vor Fabian Tausch (KSC Villingen) mit 997 Punkten und Fabian Lenz (KC Limburg) mit 833 Punkten.

Trainer unserer Nationalmannschaft Helmut Wolff zeigt seine Routine und sichert sich den Deutschen Meistertitel der Masters, Foto: Rüdiger Hauser
Trainer unserer Nationalmannschaft Helmut Wolff zeigt seine Routine und sichert sich den Deutschen Meistertitel der Masters, Foto: Rüdiger Hauser

Zum dritten Mal seit 2019 wurde auch in Plattling die Masters-Klasse (Ü40) ausgefahren. Schon in den Vorläufen dominierte Helmut Wolff (KSC Villingen) und verwies Frederik Haak (KV Südwest) auf den zweiten Platz vor Mike Lochny (TuRa Bremen).

 

Während man als Sportler in den Wettkämpfen die aktuelle Pandemie ausblenden konnte, war sie bei den Siegerehrungen wieder präsent. Mit Maske auf dem Treppchen zu stehen, ist halt schon etwas gewöhnungsbedürftig und wirkt auf den Bildern ungewöhnlich.

 

Wir sagen wiedereinmal Danke Thomas Hinkel (TSV Plattling) für diese gelungene Veranstaltung!
Wir sagen wiedereinmal Danke Thomas Hinkel (TSV Plattling) für diese gelungene Veranstaltung!

Insgesamt waren die Sportler sehr froh, auch unter verschiedenen Einschränkungen, ihre Deutsche Meisterschaft austragen zu können Der Dank aller an das Team vom

TSV Plattling um Thomas Hinkel schloss eine rundum gelungene Veranstaltung ab.

Mo

19

Apr

2021

Kanu-Freestyle Distanzwettkampf

Noah Meeder beim Flachwasser-Loop
Noah Meeder beim Flachwasser-Loop

Neben den Einschränkungen die wir durch die Pandemie im Alltag ertragen müssen, ist auch das Leben unserer Wettkampfsportler stark eingeschränkt. Dennoch haben wir bei den Ulmer Paddlern überlegt, wie wir trotz Lockdown ein kleines Kräftemessen zum Sessionstart durchführen können. In Zeiten von Distanzunterricht und Homeoffice war dann schnell eine Idee geboren: die 1. Canoe Freestyle Online Games - also ein Wettkampf auf Distanz.

 

 

Online Judging beim Lauf von Naya Daruwala
Online Judging beim Lauf von Naya Daruwala

Insgesamt haben sich fast 20 Sportler zu einem virtuellen Kräftemessen zusammengefunden. Jeder Teilnehmer hatte Ende März zwei Wochen Zeit einen 45 Sekunden langen Lauf auf stehendem Gewässer aufzuzeichnen und einzureichen. Diese Läufe wurden dann von zwei unabhängigen Judging-Teams bewertet und eine Rangliste erstellt. Ein Blick auf die Ergebnislisten zeigt schnell, dass ein Wettkampf auf dem Flachwasser einem Wettkampf in der Welle sehr nahe steht. Das Teilnehmerfeld war dicht besetzt und es kam zu einem äußerst knappen Ergebnissen um die vorderen Plätze.

 

Mads Barwich setzt zum Cartwheel an
Mads Barwich setzt zum Cartwheel an

Im K1 konnte sich der Freiburger Joel Luckhardt mit über 1000 Punkte gegenüber der Konkurrenz durch Sebastian Nelle (Limburg) und Anica Schacher (Ulm) durchsetzen. Nicht weniger spannend ging es bei den Juniorinnen zu. Hier konnte sich Nele Barwich aus Rheda-Wiedenbrück mit 317,5 Punkten gegen die beiden Kölner Trainingspartnerinnen Naya Daruwala und Esta Fellmann durchsetzen.

 

Besonders knapp sind die Ergebnisse bei den Junioren ausgefallen. Hier liegt Leon Stoermer (Villingen) mit wenigen Punkten Vorsprung auf Platz 1. Dicht gefolgt von den beiden Mannheimern Paul Ernst und Noah Meder. In der Bootsklasse Squirt siegte der Bremer Mike Lochny und verwies seinen Vereinskameraden Finn Krössig auf den zweiten Platz.

 

Text und Bilder: Reimar Staufenberg (UP Ulm)

Di

06

Apr

2021

B-Trainer Kanu-Freestyle Ausbildung

Es gibt gute Neuigkeiten: Der DOSB hat letzte Woche die B-Trainer-Lizenz Kanu-Freestyle abgesegnet und damit ist es für C-Trainer Freestyle ab sofort möglich die Weiterqualifizierung zum B-Trainer Freestyle im Deutschen Kanu-Verband zu absolvieren.

Für wen die B-Trainer Lizenz gedacht ist: Für alle C-Trainer, die mit Sportlern arbeiten, die in den C- und B-Kader Bereich fallen. Das sind alle Freestyler ab 14 Jahren die bei der WM oder EM starten. (Zum Vergleich: Die C-Trainer Lizenz ist für den jüngere Nachwuchsbereich und die noch nicht so guten Wettkämpfer sowie Anfänger gedacht...)

Die Ausschreibung des diesjährigen Lehrgangs findet ihr zum Download unter diesem Post. (Freestyle steht noch nicht drauf, da das ok vom DOSB noch gefehlt hat, kommt aber jetzt noch dazu).

Ausschreibung TrB Ausbildung LS 2021.pdf
Adobe Acrobat Dokument 164.9 KB
Keypoints bei Loop: Zeichnung von Reimar Staufenberg im Rahmen des Kanu-Freestyle Trainer C Lehrgang 2020
Keypoints bei Loop: Zeichnung von Reimar Staufenberg im Rahmen des Kanu-Freestyle Trainer C Lehrgang 2020

Di

28

Jan

2020

C-Trainer Freestyle Ausbildung 2020 gestartet

Am Wochenende sind unsere neuen C-Trainer Leistungssport Freestyle in Augsburg in ihre Ausbildung 2020 gestartet.

Auf dem Programm standen die Themen  Pädagogik und Psychologie, Methodik und Didaktik, sportbiologischen Grundlagen, Sportmedizin und Trainingslehre. Zur Verdeutlichung der Theorie durften die Teilnehmer auch kleine Praxiseinheiten absolvieren - Übungen zur Kräftigung, Rumpfstabilität und Beweglichkeit verlangten den neuen Trainern einiges ab. Mit dem Thema Kanusport und Umwelt wurde das Wochenende beendet.

Der nächste Ausbildungsblock findet im Mai in Plattling statt. Dort geht es dann um die kanu- und disziplinspezifische Anfänger-schulung, die disziplinspezifische Technik-schulung, Wettkampfbestimmungen, Sicherheitsanforderungen sowie die Planung, Gliederung und Auswertung im Trainings-prozeß.

Für Trainer die bereits eine C-Lizenz in einer anderen Kanu-Disziplin besitzen, besteht weiterhin die Möglichkeit den disziplinspezifischen Ausbildungsteil zu absolvieren und damit die C-Lizenz Freestyle zu erlangen. Infos zu Anmeldung etc hier!

Di

21

Aug

2018

Wir sind Europameisterin!

Europameisterin 2018: Anne Hübner vor Marlène Devillez (FRA) und Zosia Tula (POL), Foto: Canoe Europe
Europameisterin 2018: Anne Hübner vor Marlène Devillez (FRA) und Zosia Tula (POL), Foto: Canoe Europe

Starke Leistung des Kanu-Freestyle Team Germany bei der Europameisterschaft 2018 in Bratislava: Anne Hübner wird Europameisterin bei den K1 Damen und Isabelle Völkel sichert sich die Silbermedaille bei den Juniorinnen.
Carolin Mayer landet bei den Juniorinnen auf Platz 4 und Philip Josef im C1 auf Platz 5.

Die Bilanz: 2 Medaillien bei 4 Finalisten, mit Roman Glasman und Michel Hermann bei den Junioren 2 weitere Athleten im Halbfinale und mit Leon Bast und Anica Schacher 2 mal ganz knapp den Sprung in die nächste Runde verpasst. Leon Bast fehlten bei den K1 Herren bei 1500 Punkten lediglich 3 Punkte für den Einzug ins Halbfinale, bei Anica Schacher war es bei den K1 Juniorinnen nur ein fehlender Spin der sie den Einzug ins Finale kostete.

Unser EM Team 2018: Hinten v.l.: Helmut Wolff, Leon Stoermer, Michael Frey, Roman Glasman, Yannis Eckert, Isabelle Völkel, Carolin Mayer, Anica Schacher. Vorne v.l.: Michel Hermann, Stefanie Schmollack, Leon Bast, Philip Josef, Anne Hübner, Fabian Lenz.
Unser EM Team 2018: Hinten v.l.: Helmut Wolff, Leon Stoermer, Michael Frey, Roman Glasman, Yannis Eckert, Isabelle Völkel, Carolin Mayer, Anica Schacher. Vorne v.l.: Michel Hermann, Stefanie Schmollack, Leon Bast, Philip Josef, Anne Hübner, Fabian Lenz.
Pechvogel Leon Bast verpasst den Einzug ins Halbfinale um 3 Punkte, Foto: Clemens Josef
Pechvogel Leon Bast verpasst den Einzug ins Halbfinale um 3 Punkte, Foto: Clemens Josef

Die diesjährige Europameisterschaft in Cunovo wurde parallel zur Slalom-U23- und Junioren-EM ausgetragen. Nach der gemeinsamen Eröffnungsfeier aller Athleten im Herzen Bratislavas am Mittwochabend erstreckten sich die Wettkämpfe über 4 Tage.

Los ging´s mit den Vorläufen der K1 Herren, gefolgt von den Vorläufen der C1-Fahrer und den K1 Juniorinnen.

Bei den Männern ging das deutsche Team mit einem sehr jungen Team an den Start. Die deutsche Hoffnung Leon Bast - Junioren Vize-Europameister der letzten EM vor 2 Jahren - verpasste mit einem elften Platz nur ganz knapp den Sprung ins Halbfinale der besten zehn. Ihm fehlen bei einer Gesamtpunktzahl von 1500 Punkten lediglich 3 Punkte.

Nachwuchstalent Philip Josef setzt zum McNasty an, Foto: Anne Hübner
Nachwuchstalent Philip Josef setzt zum McNasty an, Foto: Anne Hübner

Fabian Lenz, fuhr in seinem ersten Jahr bei den K1 Herren auf Platz 14. Michael Frey, Yannis Eckert und Helmut Wolff belegten bei ihrer ersten internationalen Meisterschaft die Plätze 25, 31 und 34.

Bei den C1 Fahren reiste das deutsche Team lediglich mit einem Starter an. Der 16-jährige Philip Josef musste sich mit den Ü18 Fahrern messen, da es beim Freestyle keine Junioren C1 Kategorie gibt. Das Nachwuchstalent aus Limburg fuhr fokussiert seine starken Läufe und ließ genügend alte Hasen hinter sich um den Einzug ins Finale der besten 5 zu schaffen!

Isabelle Völkel beim Eintritt in den Luftraum von Cunovo, Foto: Clemens Josef
Isabelle Völkel beim Eintritt in den Luftraum von Cunovo, Foto: Clemens Josef

Unsere K1 Juniorinnen gelten seit Jahren als sichere Medaillenanwärterinnen. Isabelle Völkel stach in diesem Jahr diesem Jahr mit ihren Huge-Air-Loops besonders hervor und sicherte sich schon in den Vorläufen den zweiten Platz hinter der unschlagbaren Junioren-Welltmeisterin Ottilie Robinson- Shaw aus England. Unsere zweite Medaillenhoffnung Carolin Mayer, die schon bei der letzten Junioren-EM den 4. Platz belegte, fuhr ebenfalls souverän ins Finale der besten 5.

Anne Hübner auf dem Weg ins Halbfinale, Foto: Clemens Josef
Anne Hübner auf dem Weg ins Halbfinale, Foto: Clemens Josef

Lediglich die noch 15-jährige Anica Schacher schied auf Platz 6 mit nur zehn Punkten Rückstand auf die Fünftplatzierte aus. Die noch junge Athletin konnte erste internationale Wettkampfluft schnuppern und wird sicherlich bei der WM im nächsten Jahr ansprüche auf´s Finale anmelden!

Der zweiten Wettkampftag startete mit den Vorläufen der K1 Damen gefolgt von den Vorläufen der K1 Junioren.

Anne Hübner fand nur schwer ins Rennen, schicherte sich jedoch mit zwei noch nicht ganz zufriedenstellenden Läufen den siebten Platz und damit den Einzug ins Halbfinale der besten 10. Stefanie Schmollack errang bei ihrer ersten Europameisterschaft den 23. Platz.

Roman Glasman meldet mit einem starken vierten Platz in den Vorläufen Hoffnung auf einen Finalplatz an. Foto: Clemens Josef
Roman Glasman meldet mit einem starken vierten Platz in den Vorläufen Hoffnung auf einen Finalplatz an. Foto: Clemens Josef

Mit Roman Glasman und Michel Hermann stellte das deutsche Kanu-Freestyle Team gleich zwei Paddler, die den Einzug ins Halbfinle der K1 Junioren auf den Plätzen 4 und 6 schafften.

Die guten Platzierungen ließen auf die ein oder andere Finalteilnhame hoffen!

Leon Stoermer, unser jüngstes Team-Mitglied und Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier, schnupperte erste internationale Wettkampfluft und beendete die Europameisterschaft mit einem 17. Platz.

Unsere Finalisten (v.l.n.r.): Anne Hübner (K1 Damen), Carolin Mayer & Isabelle Völkel (K1 Juniorinnen), Philip Josef (C1), Foto: Clemens Josef
Unsere Finalisten (v.l.n.r.): Anne Hübner (K1 Damen), Carolin Mayer & Isabelle Völkel (K1 Juniorinnen), Philip Josef (C1), Foto: Clemens Josef

Tag 3 der Europameisterschaft: Halbfinale der K1 Herren, Damen und Junioren.

Den Anfang machten unsere Junioren Michel Hermann im ersten Heat und Roman Glasman im zweiten Heat. Sichtlich nervös wollten leider nicht alle Highscore-Moves einwandfrei gelingen, so dass am Ende beide Athleten punktemäßig deutlich unter ihren Möglichkeiten zurückblieben und ihre letzte Europameisterschaft als Junioren auf den Plätzen sieben und acht beendeten.

Im Halbfinale der Damen startete Anne Hübner im ersten Heat und meldete gleich in ihrem ersten Lauf Ansprüche auf´s Feld der Top 5 Finalistinnen an. Mit 550 Punkten auf dem Konto hieß es nun abwarten, was die anderen Top 10 Paddlerinnen für Läufe zeigen. Ungeschlagen bis zur letzten Athletin war der Einzug ins Halbfinale auf Rang 2 für Anne Hübner perfekt. Damit sicherte sie sich neben Isabelle Völkel und Carolin Mayer bei den K1 Juniorinnen und Philip Josef bei den C1-Fahrern als vierte Deutsche Sportlerin einen Platz im Finale der besten 5.

Isabelle Völkel wird Junioren Vize-Europameisterin! Es siegte die Britin Ottilie Robinson-Shaw, Platz drei ging an Silvia Gallego aus Spanien.Foto: Canoe Europe
Isabelle Völkel wird Junioren Vize-Europameisterin! Es siegte die Britin Ottilie Robinson-Shaw, Platz drei ging an Silvia Gallego aus Spanien.Foto: Canoe Europe

Unsere Juniorinnen mussten am Finaltag als erstes ran. Isabelle Völkel ließ nichts anbrennen und konnte ihr Programm mit Entry Move, Huge Air Loop und Cartwheel, Felix und Space Godzilla unbeirrt abspulen. Souverän sicherte sie sich damit die Silbermedaille hinter der Britin Ottilie Robinson-Shaw. Carolin Mayer hatte Schwierigkeiten in den Wettkampf hineinzufinden und musste sich nach wiederholten Grundberührungen beim Ansatz zum Space Godzilla zusätzlich der Spanierin Silivia Gallego auf dem unglücklichen vierten Platz geschlagen geben.

Im zweiten Halbfinale der EM fuhr Philip Josef mit den besten C1-Fahrern weltweit um die Wette. Am Ende gelang ihm ein hervorragender fünfter Platz, der Hoffnung auf tolle C1-Erfolge in der nächsten Jahren fürs deutsche Team weckt! Hier siegte der Tscheche Lukas Cervinka vor den beiden Ausnahmetalenten Sebastian Devred und Tom Dolle aus Frankreich.

Top 3 Damen (v.l.n.r.): Silber für Marlène Devillez (FRA), Europameisterin 2018 Anne Hübner und Bronze für Zosia Tula (POL), Foto: Marie Helye
Top 3 Damen (v.l.n.r.): Silber für Marlène Devillez (FRA), Europameisterin 2018 Anne Hübner und Bronze für Zosia Tula (POL), Foto: Marie Helye

Das Junioren Finale leider ohne deutsche Beteiligung gewann Tom Dolle aus Frankreich vor Valentin Parasme, ebenfalls aus Frankreich und Harry Price aus Groß-Britanien.

Im Finale der Damen zeigten alle Ladies zu Beginn Nerven. Unsere Anne Hübner konnte sich mit ihrem ersten Lauf lediglich auf Platz 5 behaupten. Während die Konkurrenz im zweiten Lauf deutlich besser fuhr reichte es auch hier noch nicht um im Ergebnis weiter vor zu rücken. Im dritten und letzten Lauf lag die Punktezahl der Top 3 Damen bereits bei 546 Punkten, so dass Anne alles auf eine Karte setzte und sich mit einem furiosen Lauf und 760 Punkten den vorläufigen Sieg sicherte. Nach Anne war nur noch die Siegerin der Vorläufe sowie des Halbfinales Zosia Tula aus Polen mit ihrem dritten Lauf dran, so dass die Silbermedaille bereits sicher war. Nach kurzem Bangen stand fest, Zosia konnte mit ihrem dritten  Lauf unsere Anne nicht schlagen - wir sind Europameisterin 2018! Platz zwei ging an die dreifache Europameisterin und Vize-Weltmeisterin Marlène Devillez aus Frankreich vor der WeltCup-Gewinnerin Zosia Tula aus Polen.

Im Finale der K1 Herren siegte ohne deutsche Beteiligung Tomasz Czaplicki aus Polen vor Bartosz Czauderna (POL) und Peter Csonka (SVK).

Im Medaillenspiegel liegt das Deutsche Team damit auf Platz 3 hinter den starken Franzosen und den Polen. Weiter so - Kanu-Freestyle Team Germany!!!

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