Di

21

Aug

2018

Wir sind Europameisterin!

Europameisterin 2018: Anne Hübner vor Marlène Devillez (FRA) und Zosia Tula (POL), Foto: Canoe Europe
Europameisterin 2018: Anne Hübner vor Marlène Devillez (FRA) und Zosia Tula (POL), Foto: Canoe Europe

Starke Leistung des Kanu-Freestyle Team Germany bei der Europameisterschaft 2018 in Bratislava: Anne Hübner wird Europameisterin bei den K1 Damen und Isabelle Völkel sichert sich die Silbermedaille bei den Juniorinnen.
Carolin Mayer landet bei den Juniorinnen auf Platz 4 und Philip Josef im C1 auf Platz 5.

Die Bilanz: 2 Medaillien bei 4 Finalisten, mit Roman Glasman und Michel Hermann bei den Junioren 2 weitere Athleten im Halbfinale und mit Leon Bast und Anica Schacher 2 mal ganz knapp den Sprung in die nächste Runde verpasst. Leon Bast fehlten bei den K1 Herren bei 1500 Punkten lediglich 3 Punkte für den Einzug ins Halbfinale, bei Anica Schacher war es bei den K1 Juniorinnen nur ein fehlender Spin der sie den Einzug ins Finale kostete.

Unser EM Team 2018: Hinten v.l.: Helmut Wolff, Leon Stoermer, Michael Frey, Roman Glasman, Yannis Eckert, Isabelle Völkel, Carolin Mayer, Anica Schacher. Vorne v.l.: Michel Hermann, Stefanie Schmollack, Leon Bast, Philip Josef, Anne Hübner, Fabian Lenz.
Unser EM Team 2018: Hinten v.l.: Helmut Wolff, Leon Stoermer, Michael Frey, Roman Glasman, Yannis Eckert, Isabelle Völkel, Carolin Mayer, Anica Schacher. Vorne v.l.: Michel Hermann, Stefanie Schmollack, Leon Bast, Philip Josef, Anne Hübner, Fabian Lenz.
Pechvogel Leon Bast verpasst den Einzug ins Halbfinale um 3 Punkte, Foto: Clemens Josef
Pechvogel Leon Bast verpasst den Einzug ins Halbfinale um 3 Punkte, Foto: Clemens Josef

Die diesjährige Europameisterschaft in Cunovo wurde parallel zur Slalom-U23- und Junioren-EM ausgetragen. Nach der gemeinsamen Eröffnungsfeier aller Athleten im Herzen Bratislavas am Mittwochabend erstreckten sich die Wettkämpfe über 4 Tage.

Los ging´s mit den Vorläufen der K1 Herren, gefolgt von den Vorläufen der C1-Fahrer und den K1 Juniorinnen.

Bei den Männern ging das deutsche Team mit einem sehr jungen Team an den Start. Die deutsche Hoffnung Leon Bast - Junioren Vize-Europameister der letzten EM vor 2 Jahren - verpasste mit einem elften Platz nur ganz knapp den Sprung ins Halbfinale der besten zehn. Ihm fehlen bei einer Gesamtpunktzahl von 1500 Punkten lediglich 3 Punkte.

Nachwuchstalent Philip Josef setzt zum McNasty an, Foto: Anne Hübner
Nachwuchstalent Philip Josef setzt zum McNasty an, Foto: Anne Hübner

Fabian Lenz, fuhr in seinem ersten Jahr bei den K1 Herren auf Platz 14. Michael Frey, Yannis Eckert und Helmut Wolff belegten bei ihrer ersten internationalen Meisterschaft die Plätze 25, 31 und 34.

Bei den C1 Fahren reiste das deutsche Team lediglich mit einem Starter an. Der 16-jährige Philip Josef musste sich mit den Ü18 Fahrern messen, da es beim Freestyle keine Junioren C1 Kategorie gibt. Das Nachwuchstalent aus Limburg fuhr fokussiert seine starken Läufe und ließ genügend alte Hasen hinter sich um den Einzug ins Finale der besten 5 zu schaffen!

Isabelle Völkel beim Eintritt in den Luftraum von Cunovo, Foto: Clemens Josef
Isabelle Völkel beim Eintritt in den Luftraum von Cunovo, Foto: Clemens Josef

Unsere K1 Juniorinnen gelten seit Jahren als sichere Medaillenanwärterinnen. Isabelle Völkel stach in diesem Jahr diesem Jahr mit ihren Huge-Air-Loops besonders hervor und sicherte sich schon in den Vorläufen den zweiten Platz hinter der unschlagbaren Junioren-Welltmeisterin Ottilie Robinson- Shaw aus England. Unsere zweite Medaillenhoffnung Carolin Mayer, die schon bei der letzten Junioren-EM den 4. Platz belegte, fuhr ebenfalls souverän ins Finale der besten 5.

Anne Hübner auf dem Weg ins Halbfinale, Foto: Clemens Josef
Anne Hübner auf dem Weg ins Halbfinale, Foto: Clemens Josef

Lediglich die noch 15-jährige Anica Schacher schied auf Platz 6 mit nur zehn Punkten Rückstand auf die Fünftplatzierte aus. Die noch junge Athletin konnte erste internationale Wettkampfluft schnuppern und wird sicherlich bei der WM im nächsten Jahr ansprüche auf´s Finale anmelden!

Der zweiten Wettkampftag startete mit den Vorläufen der K1 Damen gefolgt von den Vorläufen der K1 Junioren.

Anne Hübner fand nur schwer ins Rennen, schicherte sich jedoch mit zwei noch nicht ganz zufriedenstellenden Läufen den siebten Platz und damit den Einzug ins Halbfinale der besten 10. Stefanie Schmollack errang bei ihrer ersten Europameisterschaft den 23. Platz.

Roman Glasman meldet mit einem starken vierten Platz in den Vorläufen Hoffnung auf einen Finalplatz an. Foto: Clemens Josef
Roman Glasman meldet mit einem starken vierten Platz in den Vorläufen Hoffnung auf einen Finalplatz an. Foto: Clemens Josef

Mit Roman Glasman und Michel Hermann stellte das deutsche Kanu-Freestyle Team gleich zwei Paddler, die den Einzug ins Halbfinle der K1 Junioren auf den Plätzen 4 und 6 schafften.

Die guten Platzierungen ließen auf die ein oder andere Finalteilnhame hoffen!

Leon Stoermer, unser jüngstes Team-Mitglied und Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier, schnupperte erste internationale Wettkampfluft und beendete die Europameisterschaft mit einem 17. Platz.

Unsere Finalisten (v.l.n.r.): Anne Hübner (K1 Damen), Carolin Mayer & Isabelle Völkel (K1 Juniorinnen), Philip Josef (C1), Foto: Clemens Josef
Unsere Finalisten (v.l.n.r.): Anne Hübner (K1 Damen), Carolin Mayer & Isabelle Völkel (K1 Juniorinnen), Philip Josef (C1), Foto: Clemens Josef

Tag 3 der Europameisterschaft: Halbfinale der K1 Herren, Damen und Junioren.

Den Anfang machten unsere Junioren Michel Hermann im ersten Heat und Roman Glasman im zweiten Heat. Sichtlich nervös wollten leider nicht alle Highscore-Moves einwandfrei gelingen, so dass am Ende beide Athleten punktemäßig deutlich unter ihren Möglichkeiten zurückblieben und ihre letzte Europameisterschaft als Junioren auf den Plätzen sieben und acht beendeten.

Im Halbfinale der Damen startete Anne Hübner im ersten Heat und meldete gleich in ihrem ersten Lauf Ansprüche auf´s Feld der Top 5 Finalistinnen an. Mit 550 Punkten auf dem Konto hieß es nun abwarten, was die anderen Top 10 Paddlerinnen für Läufe zeigen. Ungeschlagen bis zur letzten Athletin war der Einzug ins Halbfinale auf Rang 2 für Anne Hübner perfekt. Damit sicherte sie sich neben Isabelle Völkel und Carolin Mayer bei den K1 Juniorinnen und Philip Josef bei den C1-Fahrern als vierte Deutsche Sportlerin einen Platz im Finale der besten 5.

Isabelle Völkel wird Junioren Vize-Europameisterin! Es siegte die Britin Ottilie Robinson-Shaw, Platz drei ging an Silvia Gallego aus Spanien.Foto: Canoe Europe
Isabelle Völkel wird Junioren Vize-Europameisterin! Es siegte die Britin Ottilie Robinson-Shaw, Platz drei ging an Silvia Gallego aus Spanien.Foto: Canoe Europe

Unsere Juniorinnen mussten am Finaltag als erstes ran. Isabelle Völkel ließ nichts anbrennen und konnte ihr Programm mit Entry Move, Huge Air Loop und Cartwheel, Felix und Space Godzilla unbeirrt abspulen. Souverän sicherte sie sich damit die Silbermedaille hinter der Britin Ottilie Robinson-Shaw. Carolin Mayer hatte Schwierigkeiten in den Wettkampf hineinzufinden und musste sich nach wiederholten Grundberührungen beim Ansatz zum Space Godzilla zusätzlich der Spanierin Silivia Gallego auf dem unglücklichen vierten Platz geschlagen geben.

Im zweiten Halbfinale der EM fuhr Philip Josef mit den besten C1-Fahrern weltweit um die Wette. Am Ende gelang ihm ein hervorragender fünfter Platz, der Hoffnung auf tolle C1-Erfolge in der nächsten Jahren fürs deutsche Team weckt! Hier siegte der Tscheche Lukas Cervinka vor den beiden Ausnahmetalenten Sebastian Devred und Tom Dolle aus Frankreich.

Top 3 Damen (v.l.n.r.): Silber für Marlène Devillez (FRA), Europameisterin 2018 Anne Hübner und Bronze für Zosia Tula (POL), Foto: Marie Helye
Top 3 Damen (v.l.n.r.): Silber für Marlène Devillez (FRA), Europameisterin 2018 Anne Hübner und Bronze für Zosia Tula (POL), Foto: Marie Helye

Das Junioren Finale leider ohne deutsche Beteiligung gewann Tom Dolle aus Frankreich vor Valentin Parasme, ebenfalls aus Frankreich und Harry Price aus Groß-Britanien.

Im Finale der Damen zeigten alle Ladies zu Beginn Nerven. Unsere Anne Hübner konnte sich mit ihrem ersten Lauf lediglich auf Platz 5 behaupten. Während die Konkurrenz im zweiten Lauf deutlich besser fuhr reichte es auch hier noch nicht um im Ergebnis weiter vor zu rücken. Im dritten und letzten Lauf lag die Punktezahl der Top 3 Damen bereits bei 546 Punkten, so dass Anne alles auf eine Karte setzte und sich mit einem furiosen Lauf und 760 Punkten den vorläufigen Sieg sicherte. Nach Anne war nur noch die Siegerin der Vorläufe sowie des Halbfinales Zosia Tula aus Polen mit ihrem dritten Lauf dran, so dass die Silbermedaille bereits sicher war. Nach kurzem Bangen stand fest, Zosia konnte mit ihrem dritten  Lauf unsere Anne nicht schlagen - wir sind Europameisterin 2018! Platz zwei ging an die dreifache Europameisterin und Vize-Weltmeisterin Marlène Devillez aus Frankreich vor der WeltCup-Gewinnerin Zosia Tula aus Polen.

Im Finale der K1 Herren siegte ohne deutsche Beteiligung Tomasz Czaplicki aus Polen vor Bartosz Czauderna (POL) und Peter Csonka (SVK).

Im Medaillenspiegel liegt das Deutsche Team damit auf Platz 3 hinter den starken Franzosen und den Polen. Weiter so - Kanu-Freestyle Team Germany!!!

So

05

Aug

2018

Freestyler in die internationale Wettkampfsaison gestartet

Leon Bast in Aktion beim Makinito Contest, Foto: Anne Hübner
Leon Bast in Aktion beim Makinito Contest, Foto: Anne Hübner

 Ende Juni / Anfang Juli fanden in Südfrankreich mit dem Makinito-Freestyle Contest in der Provence sowie den Natural Games in Millau gefolgt von den WeltCups im katalanischen Sort die weltweit bestbesetzten internationalen offenen Freestyle Wettkämpfe statt. Die WeltCups in Sort gelten als Generalprobe für die Weltmeisterschaft 2019, die ebenfalls in Sort stattfinden wird.

 

Aufgrund mangelnder Sportförderung konnte die deutsche Mannschaft nur mit einem kleinen Team anreisen um ihre Wettkampfform im internationalen Vergleich zu bestimmen. Bei den Männern gingen Leon Bast (KSR SW), Johannes Baaden (KV SÜW) und Reimar Staufenberg (UP Ulm) an den Start. Das Damenteam wurde durch Anne Hübner (KC Bietigheim) und Emma Schuck (PG Kaiserslautern) vertreten.

 

Leon Bast, der die K1 Herren Nationalmannschaft bei der diesjährigen Europameisterschaft in Bratislava anführen wird, zeigte tolle Trainingsläufe in denen er sein Weltklasse Potential deutlich machte. Im Wettkampf fehlte ihm jedoch noch die nötige Konstanz um ins Feld der Top 10 Paddler vorzurücken. In Makinito landete er auf Platz 18, in Millau auf Platz 12 und bei den WeltCups sicherte er sich zweimal den 17. Platz, was am Ende Platz 18 in der Gesamtwertung bedeutet.

 

Leon Bast springt hoch hinaus, Foto: Anne Hübner
Leon Bast springt hoch hinaus, Foto: Anne Hübner

Leon Bast freut sich schon auf die nächstjährige WM:

 

„Trotz einer schweren Wettkampfwalze war es eine sehr gelungene Woche im schönen Sort. Ich hoffe im nächsten Jahr zurück kommen zu dürfen und bei den Weltmeisterschaften 2019 für Deutschland zu starten.“

 

Johannes Baaden, der seine Wettkampftour in Millau startete und mit Sicherheit die schönsten Lunar Orbits in ganz Europa macht, paddelte ebenfalls im Training deutlich besser als im Wettkampf  und musste sich am Ende mit Platz 24 in Millau und mit den Plätzen 18 und 20 in Sort und damit Platz 21 in der WeltCup Gesamtwertung geschlagen geben.

 

Reimar Staufenberg sammelte erste internationale Wettkampferfahrung bei den WeltCups in Sort. Der Trainer der erfolgreichen Ulmer Nachwuchsmannschaft testete die schwierige Walze des nächstjährigen WM-Spots und zeigte mit zwei 39. Plätzen konstante Leistung, die ihm Platz 39 in der Gesamtwertung bescherte.

 

Die WeltCup Gesamtwertung der K1 Herren gewann Tomasz Czaplicki (POL) ungeschlagen vor dem amtierenden Weltmeister Joaquim Fontane Maso aus dem katalanischen Salt und Dane Jackson (USA), gefolgt von Sebastian Devred (FRA) und Gavin Barker (GBR) auf den Plätzen 4 und 5.

 

Anne Hübner beim Space Godzilla beim Makinito Contest, Foto: Lane De Meulenaere
Anne Hübner beim Space Godzilla beim Makinito Contest, Foto: Lane De Meulenaere

Bei den Damen war das internationale Starterfeld wohl am besten besetzt. Acht der Top 10 Freestylerinnen der letztjährigen WM nahmen am diesjährigen WeltCup teil.

 

Die noch junge Athletin und amtierende Junioren-Europameisterin Emma Schuck startete bei den WeltCups in Sort erstmals im internationalen Starterfeld der Damen. Mit den Plätzen 11 und 9 sicherte sie sich den 11. Platz in der WeltCup Gesamtwertung und meldete erste Ansprüche aufs Feld der Top 10 Freestylerinnen der Welt an.

 

Anne Hübner paddelte konstant in den Top 10 Rängen. Mit 3 Finalteilnahmen bei 4 Starts sicherte sie sich Platz 6 beim Makinito Contest, Platz 5 in Millau sowie Platz 5 und 8 bei den WeltCups in Sort. In der WeltCup Gesamtwertung landete sie auf dem 5. Rang hinter Zosia Tula (POL), Marlene Devillez (FRA), Hitomi Takaku (JPN) und Paula Varonen (FIN).

 

„Schade, dass mir der Sprung aufs Treppchen nicht gelungen ist. Dennoch ist ein 5. Platz im Gesamt-WeltCup ein guter Einstieg in die internationale Wettkampfsaison. Ich freue mich auf die Europameisterschaft im August in Bratislava und die WM in Sort im nächsten Jahr. Der kleine Ort Sort in den Pyrenäen ist als Austragungsort der WM 2019 super geeignet, lediglich die Walze benötigt noch etwas Feintuning – ich hoffe die geplanten Umbaumaßnahmen sind erfolgreich!“ kommentierte Anne Hübner.

 

Mo

09

Jul

2018

Mühlenrodeo und Deutscher SchülerCup 2018

Die kleinen Freestyler bei Ridermeeting
Die kleinen Freestyler bei Ridermeeting

Am 23./24.05.2018 trafen sich Deutschlands Nachwuchs-Freestyler wieder einmal beim KC Limburg an der Lahn. Dort stand nicht nur das Mühlenrodeo, sondern auch der 3. Lauf zum deutschen Schüler Cup auf dem Programm. So reisten 31 Kids im Alter von 7 bis 16 Jahren aus 9 Vereinen und 4 Bundesländern mit Ihren Betreuern und Familien an. Mindestens so wichtig wie der eigentliche Freestyle-Wettbewerb ist für die jungen Sportler das gemeinsame Training am Vortag und die großartige Atmosphäre bei den gemeinschaftlichen Aktionen. Das Organisationsteam vom Kanu-Club Limburg um Holger Lenz hatte wieder einmal tolle Ideen mit viel Mühe in die Tat umgesetzt und eine unbeschreibliche schöne Veranstaltung auf die Beine gestellt.

 

Joris Bruns hat seinen Homespot im Griff!
Joris Bruns hat seinen Homespot im Griff!

Am Samstag Nachmittag erkundeten die jungen Kanuten die Walze und die Kehrwässer hinter dem Wehr an der Limburger Obermühle. Die ein oder andere Schwimmeinlage zeigte, dass der Playspot doch einige Überraschungen in sich barg und gerade für die jüngsten Paddler durchaus eine ernste Herausforderung darstellte. Aber mit gegenseitigen Tips unterstützen sich die Kanu Kids gegenseitig und steigerten sich so immer mehr. Es zeigte sich aber auch, dass sich die Kinder auf den vorherigen Schüler Cups und durch gemeinsame Trainingscamps bereits sehr gut kannten und angefreundet hatten. So war die Freude, gemeinsam ein aufregendes Wochenende miteinander zu verbringen, mindestens genauso groß wie die Aufregung vor dem eigentlichen Wettkampf.

 

Nach dem Training wurde dann das „Old School Rodeo“ ausgetragen, bei dem Paddelausrüstung und Boote aus den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrtausends auf die Lahn gebracht wurden. Legendäre Kanus wie der Topolino, der Taifun oder auch der Super Sonic wurden von grell pink, lila und orange bekleideten Kanuten stylisch gekonnt über den Playspot manövriert. Schließlich erhielt Fabian Lenz „die goldene Ananas auf dem Helm“ für seine die Jury überzeugenden Darbietungen in originellem Outfit. Es folgte das ebenfalls legendäre gemeinsame Pizzaessen im Limburger Bootshaus mit diesmal 57 Pizzen.

Ausnahmetalent Tim Rees aus Ulm: Auch in Limburg ungeschlagen!
Ausnahmetalent Tim Rees aus Ulm: Auch in Limburg ungeschlagen!

Am Sonntag zeigten die Kinder dann, was sie drauf hatten. Die Standardtricks wie Paddelwurf, Helikopter und Rolle von der erweiterten Bewertungsskala waren ebenso zu sehen wie gekonnt ausgeführte Air Loops, Space Godzillas bis hin zum Phönix Monkey. Bei den Jungs U10 zeigten die Wiedenbrücker Ben Gehlhaar und Ben Haase, dass sie die kleinen Boote durchaus schon beherrschen. Der Tagessieg ging an Ben Haase, während der Schüler Cup Sieg an Ben Gehlhaar, dem Sieger von Günzburg und Augsburg ging. Platz 3 im Schüler Cup ging an Jano Josef vom KC Limburg. Bei den Mädchen U10 zeigte die erst 7-jährige Elisa Steinke vom KC Mehlem vor Phyllis Göbel vom KC Limburg ihre Klasse. Stark umkämpft war die Jungenklasse U12. Hier setzte sich Topfavorit Tim Rees von den Ulmer Paddlern gegen Mads Barwich und Noah Haase vom KC Wiedenbrück-Rheda durch. Damit entschied er auch den deutschen Schüler Cup vor Mads Barwich und Maximilian Nickmann (KV Esslingen) für sich.

Auch Mads Barwich aus Wiedenbrück zeigt eindrucksvolle Loops!
Auch Mads Barwich aus Wiedenbrück zeigt eindrucksvolle Loops!

Bei den Mädchen U12 landete Svea Bernhart vom KC Mehlem auf Platz 1 und bei den Jungen U14 gewann Paul Wernerus von den Ulmer Paddlern, u.a. mit sehenswert verlinkten Cartwheel-Splitwheel-Kombinationen. Auch der Sieg bei den Mädchen U14 ging nach Ulm. Es gewann Mayra Kreitmeier vor Linn-Gret Steinke vom KC Mehlem. Bei den U16-jährigen Mädchen setzte sich Nele Barwich (KCWD) mit nur knapp 10 Punkten Vorsprung gegenüber Anica Schacher (UP) durch. Bei der DM in Augsburg war es ja gerade noch etwas knapper zu Gunsten von Anica ausgegangen. Ebenfalls sehr knapp ging es bei Jungen U16 aus. Hier setzte sich Leon Störmer vom KSC Villingen mit der Tageshöchstleistung von 339 Punkten gegenüber Joris Bruns vom gastgebenden KC Limburg durch. . Den Abschluß der Veranstaltung bildete die Siegerehrung, durchgeführt vom Präsidenten des Hessischen Kanu Verbands Christian Rose und dem 2.Vorsitzenden der DKV Kanujugend Dirk Laun. Zusammen mit Organisator Holger Lenz überreichten Sie den jungen Kanuten die Urkunden und die vom Hessischen Kanu-Verband gesponsorten Handtücher für den deutschen Schüler Cup.

 

Dem 8-jährige Ben Gehlhaar genügt ein dritter Platz um sich den Gesamtsieg im SchülerCup in der Klasse U10 zu sichern!
Dem 8-jährige Ben Gehlhaar genügt ein dritter Platz um sich den Gesamtsieg im SchülerCup in der Klasse U10 zu sichern!

Das Mühlenrodeo mit seiner einzigartig familiären Atmosphäre war wieder einmal „das Wohlfühl-Rodeo“, mit viel Liebe und Herzblut organisiert und vom Sonnenschein gekrönt. Aber auch die ebenso starken und mit großem Engagement durchgeführten Läufe in Günzburg und Augsburg machen den deutschen Schüler Cup zu einer Erfolgsveranstaltung des Freestylesports. Von Veranstaltung zu Veranstaltung sind immer mehr junge Sportler dazu gekommen. Das zeigt wie attraktiv die Kids Rodeos für die jungen Sportler sind und sich der Kanufreestyle-Nachwuchs in Deutschland durchaus positiv entwickelt. . Gerade das gemeinsame Training vor den Veranstaltungen und das Coaching von verschiedenster Seite ist hier, neben der überregionalen und bundesweiten Zusammenarbeit sicherlich der Schlüssel zum Erfolg. Mindestens genauso wichtig ist aber auch ganz viel Spass in der Gruppe bei den Rodeos und im wilden Wasser.

Text: Stefan Barwich, Fotos: : Tanja Pilgrim-Barwich, Stefan Barwich, Jakob Hense und Holger Lenz

Do

31

Mai

2018

Trainer C – Freestyle Ausbildung Teil 2: Regelwerk und Judging

Am Wochenende durften die angehenden Freestyle Trainer C wieder die Schulbank drücken. Im zweiten Teil des Pilotlehrgangs stand das Regelwerk und Schiedsrichten auf dem Programm. Der Lehrgang fand am Freitag Nachmittag im Seminarraum des Bundesleistungszentrums in Augsburg statt. Referent Daniel Riedmüller führte die Teilnehmer durch die aktuelle Wettkampfordnung und erklärte den angehenden Trainern worauf sie achten müssen, damit Tricks im Wettkampf auch gewertet werden und mit welchen Boni ein Sportler seinen Punktestand aufbessern kann.  In regen Diskussionen wurden die Möglichkeiten des Verlinkens einzelner Tricks besprochen und erörtert.

 

Zum Abschluss des Abends wurde der Lernstoff in Einzeltheorieprüfungen abgefragt, bevor den Kandidaten am Samstag als praktische Prüfung der Ernstfall bevorstand: Jeder musste mindestens eine Kategorie der Deutschen Meisterschaft judgen.

 

Nach anfänglichem Lampenfieber stellte sich jedoch schon bald heraus, dass jeder seiner Aufgabe gewachsen war. Wir gratulieren herzlichst zur bestanden Prüfung und damit zur Deutschen Freestyle Judge Lizenz!

 

Der Abschließende Lehrgang zur disziplinspezifischen Trainer C Freestyle Ausbildung findet vom 18.-21. Juli in Plattling statt.

 

Di

08

Mai

2018

2. Ulmer-Freestyletage: Für diese Kanuten steht die Welt Kopf

Mayra Kreitmeier (13 Jahre) will beim „SpaceGodzilla“  hoch hinaus
Mayra Kreitmeier (13 Jahre) will beim „SpaceGodzilla“ hoch hinaus

Am vergangenen Wochenende trafen sich 30 junge Kanuten aus ganz Deutschland an der Günz, um sich in der Disziplin „Kanu-Freestyle“ zu messen. Es ist bereits die zweite Ausgabe der Ulmer Freestyle-Tage, ein Event welches sich auch an die jügnsten Athleten des Kanusports richtet. Anders als bei anderen Ausrichtungen des Kanusports legen die Freestyler keine vorgegebene Strecke auf dem Gewässer zurück, sondern tragen in einer stehenden Walze einen Wettkampf aus.  

Das Ziel ist es in dieser Ortsfesten Walze möglichst viele verschiedene Kunststücke binnen 45 Sekunden vorzuführen.  Diese sogenannten Moves werden dann von einer Jury bewertet und so der Sieger ermittelt.  Auch der historisch niedrige Wasserstand der Günz konnte die jungen Sportler nicht stoppen spektakuläre Saltos, Chartwheels oder  Mc Nastys dem begeisterten Publikum zu präsentieren. 

Die kleinsten Freestyler Deutschlands paddelten am Wochenende in Günzburg um die Wette
Die kleinsten Freestyler Deutschlands paddelten am Wochenende in Günzburg um die Wette

Bereits in den Vorläufen konnten die Nachwuchsfahrer hohe Punktzahlen einfahren und es gab ein enges Rennen um die vorderen Plätze. Im Finale der Jungen setzte sich Tim Rees (12 Jahre) knapp gegen seinen älteren Ulmer Vereinskammeraden Paul Wernerus (14 Jahre) durch. Aber auch die angereisten Konkurrenten Leon Stoermer (16 Jahre) aus Villingen und Valentin Kruschitz (14 Jahre) aus Mannheim waren den Beiden dicht auf den Fersen.

Mindestens genauso spannend ging es auf den vorderen Plätzen in den Finalläufen der Mädchen zu. Ganz knapp konnte dort Anica Schacher ihren Sieg aus dem Vorjahr wiederholen und setzte sich mit wenigen Punkten Vorsprung gegen Merle Hauser (KSR Südwest) und Mayra Kreitmeier (ebenfalls Ulmer Paddler) durch.  Nachdem eine Wettkampfaustragung direkt in Ulm leider nicht möglich war, sind alle Sportler glücklich, dass der Vfl Kanu Günzburg seinen Slalomkanal für dieses tolle Event zur Verfügung gestellt hat.

Die nächsten Schüler Wettkämpfe finden mit dem Rookies Rodeo am 26./27. Mai in Augsburg und dem Limburger Mühlenrodeo am 23./24.06. statt!

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